Das Wichtigste in Kürze
- Kommissionierer arbeiten nach dem Prinzip Ware zur Person.
- Niederhub für Bodenebene, Hochhub für obere Regalebenen.
- Wichtig sind Hubhöhe, Plattform und Tragkraft.
- Steigert Tempo und Sicherheit in der Kommissionierung.
Ein Kommissionierer ist ein Flurförderzeug für die effiziente Auftragszusammenstellung im Lager: Der Bediener fährt zur Ware und entnimmt Artikel direkt aus dem Regal – als Niederhub-Kommissionierer für Bodenebenen oder als Hochhub-Variante für obere Regalebenen. Entscheidend sind Hubhöhe, Plattform und Tragkraft. Bei Forklift Market erhalten Sie geprüfte Gebrauchtgeräte vom Fachhändler seit 2008. Dieser Ratgeber erklärt Typen, Einsatz und Kaufkriterien.
Niederhub- vs. Hochhub-Kommissionierer
| Merkmal | Niederhub | Hochhub |
|---|---|---|
| Kommissionierebene | Bodenebene (1. Ebene) | obere Regalebenen |
| Bedienerplattform | niedrig | anhebbar |
| Einsatz | schnelle Bodenkommissionierung | Kommissionierung in der Höhe |
Was ist ein Kommissionierer – und wann brauche ich ihn?
Kommissionierer sind Flurförderzeuge, die speziell dafür konstruiert wurden, Waren aus Lagerregalen zu entnehmen und zu Aufträgen zusammenzustellen. Anders als ein klassischer Gabelstapler, der primär für den Palettentransport ausgelegt ist, steht beim Kommissionierer die Mitnahme des Bedieners in die Arbeitszone im Vordergrund – entweder stehend auf einer Plattform auf Bodenniveau oder mitangehobenen in einem Fahrerstand.
Typische Einsatzbereiche sind:
- Lebensmittel- und Getränkelager
- Pharma- und Sanitätslogistik
- Reifenlager und Ersatzteillager im Kfz-Handel
- E-Commerce-Fulfillment-Center
- Produktionsversorgung in Industrie und Fertigung
Bauarten von Kommissionierern im Überblick
Die Gerätefamilie lässt sich in drei Hauptgruppen unterteilen, die sich nach Einsatzhöhe und Traglast unterscheiden:
Niederhub-Kommissionierer
Diese Geräte arbeiten auf Bodenniveau. Der Fahrer steht auf einer Plattform am Heck und steuert das Gerät durch den Gang. Sie eignen sich vor allem für breite Gänge und das Kommissionieren aus unteren Regalzonen sowie für den schnellen Palettentransport. In Funktion und Bauweise stehen sie den Niederhubwagen nahe, bieten jedoch durch die Fahrerplattform mehr Komfort bei langen Kommissioniertouren.
Mitgänger- und Mitfahrer-Kommissionierer
Bei Mitgängergeräten begleitet der Bediener das Fahrzeug zu Fuß oder steht auf einer mitfahrenden Plattform. Diese kompakten Geräte sind besonders wendig und für kleinere Lagerflächen geeignet. Sie stellen eine wirtschaftliche Lösung dar, wenn die Kommissionierhöhen moderat sind und die Gangbreiten eingeschränkt sind.
Hochhub-Kommissionierer
Hochhub-Kommissionierer heben den Bediener gemeinsam mit der Lastaufnahme in die entsprechende Regalebene. Hubhöhen von 6 bis über 10 Metern sind dabei keine Seltenheit. Diese Geräte erfordern ein besonders präzises Fahrwerk, enge Toleranzen und in der Regel eine Gassensorik sowie spezielle Sicherheitssysteme. Sie sind Teil der umfangreicheren Familie der Flurförderzeuge und verlangen nach einer sorgfältigen Einweisung und regelmäßiger Prüfung gemäß UVV und FEM 4.004.
Elektrisch oder verbrennungsmotorisch?
Nahezu alle Kommissionierer werden heute mit Elektroantrieb betrieben. Das hat mehrere Gründe: Halleneinsatz erfordert emissionsarmes Arbeiten, die Geräuschbelastung ist geringer, und der Wartungsaufwand fällt im Vergleich zu Verbrennern deutlich niedriger aus. Wer jedoch auf Außengeländen oder in schlecht belüfteten Lagerhallen mit wechselndem Bodenbelag arbeitet, sollte die Gerätewahl gemeinsam mit einem Fachbetrieb abstimmen.
Wichtige Auswahlkriterien beim Kauf eines gebrauchten Kommissionierers
Gerade beim Kauf eines gebrauchten Kommissionierers kommt es auf eine gründliche Prüfung an. Folgende Parameter sollten vor dem Kauf bewertet werden:
- Betriebsstunden: Ein zentraler Indikator für den Verschleißgrad von Antrieb und Hydraulik.
- Akkuzustand: Bei Elektrogeräten entscheidet die Batteriekapazität maßgeblich über die Einsatzdauer pro Schicht.
- Servicenachweise: Lückenlos dokumentierte Wartungshistorie erhöht Planungssicherheit.
- UVV-Prüfung: Der Nachweis einer aktuellen Prüfung nach UVV (BGV D27) bzw. FEM 4.004 ist Pflicht.
- Hubhöhe und Traglast: Diese müssen exakt auf die Regalanlage und die typischen Auftragspositionen abgestimmt sein.
- Gangbreiten-Kompatibilität: Besonders bei Schmalganggeräten sind Mindestgangbreiten strikt einzuhalten.
Gebrauchter Kommissionierer: Kauf oder Miete?
Nicht jeder Betrieb hat einen dauerhaften Bedarf an einem eigenen Kommissionierer. Saisonale Spitzen, Umbauphaben im Lager oder kurzfristige Kapazitätserweiterungen sprechen für eine flexible Mietlösung. Forklift Market bietet neben dem Kauf gebrauchter Geräte auch einen Mietservice an – inklusive Lieferung mit eigenem Tieflader und UVV-konformer Übergabe.
Für Betriebe, die regelmäßig hohe Hubhöhen benötigen, kann ergänzend auch eine Scherenarbeitsbühne eine sinnvolle Ergänzung im Fuhrpark sein – etwa für Wartungsarbeiten an Regalsystemen oder für Inventurtätigkeiten in hohen Lagerebenen.
Fazit: Der richtige Kommissionierer steigert Effizienz und Sicherheit
Die Wahl des passenden Kommissionierers ist keine reine Budgetentscheidung, sondern eine strategische Frage der Lagerlogistik. Bauart, Hubhöhe, Antriebsart und Prüfstatus müssen exakt auf die Anforderungen des Betriebs abgestimmt sein. Gebrauchte Geräte von seriösen Händlern bieten dabei ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – vorausgesetzt, Zustand und Dokumentation stimmen.
Haben Sie konkrete Anforderungen an einen Kommissionierer oder benötigen Sie eine unabhängige Beratung zur richtigen Gerätewahl? Nehmen Sie jetzt Kontakt auf – das Team von Forklift Market steht Ihnen mit langjähriger Branchenerfahrung zur Seite.

